Wie die Deutsche Bank jahrelang an Jeffrey Epstein festhielt
Jeffrey Epstein wurde 2013 Kunde der Deutschen Bank, da war er bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Interne E-Mails aus den Akten des US-Justizministeriums zeigen: Die Bank kannte sein Geständnis, erfuhr später von den Aussagen Dutzender minderjähriger Mädchen und stufte ihn als »hohes Risiko« ein. Trotzdem hielt sie an ihm fest. Über mindestens 40 weitere Konten liefen Zahlungen für Epsteins Stiftung, sein Flugzeug und seine Ranch, auch an junge Frauen. Erst Ende 2018, nach neuen Medienberichten, beendete die Bank die Geschäftsbeziehung.
Es war ein spätes Zeichen von Skrupeln: Jetzt müsse geprüft werden, »ob man sich noch dabei wohlfühlt, diese Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten« – so heißt es in einer internen E-Mail der Deutschen Bank vom Dezember 2018. Gemeint ist Jeffrey Epstein, ein Kunde, der zu diesem Zeitpunkt längst ein verurteilter Sexualstraftäter war und über dessen Konten mutmaßliche Opfer seines Missbrauchsrings bezahlt wurden.
Erst in den USA verurteilt, dann als Bankkunde akzeptiert
Seit das US-Justizministerium jüngst neue Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht hat, ist auch die Deutsche Bank wieder stärker in die Kritik geraten. Die Unterlagen zeichnen das Bild eines Finanzgiganten, der Warnsignale kannte, relativierte und über Jahre hinnahm, ohne Konsequenzen zu ziehen.
Epstein wurde im August 2013 – und damit nach seiner Verurteilung im Jahr 2008 und dem Absitzen einer 13-monatigen Haftstrafe – Kunde der Deutschen Bank. Fortan gab es zahlreiche Hinweise, dass Epstein Frauen missbraucht hatte. Doch bankintern hielten sie das Risiko dieser Geschäftsbeziehung lange für akzeptabel.
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Sie verschicken falsche Bombendrohungen an Schulen, Einkaufszentren und Bahnhöfe und haben damit in Deutschland und Österreich Hunderte Polizeieinsätze ausgelöst. Oft geben sie sich als Islamisten aus. Dahinter steckt eine Szene junger Männer, in deren Zentrum die Gruppe »NWO« steht. »Was Schulen angeht, habe ich schon al-Qaida und den IS überholt«, prahlt einer von ihnen in einem Voicechat. Einzelne Opfer terrorisiert die Szene über Jahre, etwa mit falschen Notrufen. An deren Adressen kommt sie offenbar auch, indem sie die Polizei austrickst.
Jeffrey Epstein hat mehr als 2,5 Millionen Dollar in die deutsche Onlinebank N26 investiert, als sie sich noch im Aufbau befand. Das Geld floss über zwei Risikokapitalfonds von Valar Ventures, einer von Peter Thiel mitgegründeten Investmentfirma. Das zeigen vertrauliche Investorenunterlagen und E-Mails aus den Epstein-Files. Die beiden Wiener Gründer sagen, sie hätten von der Beteiligung nichts gewusst.
»Das ist Joscha Bach, mein Mann für künstliche Intelligenz«, schrieb Jeffrey Epstein 2014 an den früheren US-Finanzminister Larry Summers. Heute ist Bach einer der bekanntesten deutschen KI-Forscher, und das hat viel mit Epstein zu tun. Tausende E-Mails, Chatverläufe und Kontoauszüge aus den Epstein-Akten zeigen: Epstein vermittelte ihn ans MIT, finanzierte den Umzug seiner Familie nach Boston und überwies ihm von 2013 bis 2019 offenbar mehr als eine Million Dollar. Bach bat ihn immer wieder um Geld, der Kontakt reichte weit ins Private.
10. September 2025DER SPIEGELZDF frontalThe GuardianARIJDe Tijd
Zwei Scharfschützen der israelischen Armee sollen Kriegsverbrechen in Gaza begangen haben. Im November 2023 erschossen sie offenbar mehrere unbewaffnete Männer einer Familie, darunter einen 19-Jährigen, der den Leichnam seines Bruders bergen wollte. Videoaufnahmen belasten sie. Einer von ihnen ist ein junger Mann aus Bayern.
Der aus Österreich stammende Martin Held gibt sich als Westler, der in Russland eine neue Heimat gefunden hat, und hilft dem russischen Propaganda-Apparat in der EU. Recherchen zeigen, dass sein Unternehmen vom russischen Staatsfernsehen bezahlt wurde. Und an seiner Erzählung stimmt etwas nicht: Seine Familie hat sich erst vor Kurzem ein Haus in Niederösterreich gekauft.
In der Tanzshow »Shen Yun« wird die moderne Gesellschaft verteufelt und die Evolutionstheorie einfach weggesungen. Hinter »Shen Yun« steckt eine Sekte, die ihre Ideologie nicht nur in Propaganda-Shows, sondern auch in einem weltweit aktiven Medium verbreitet.
Wikipedia ist die vielleicht wichtigste Webseite unserer Demokratie. Eine Internet-Utopie, wo jede und jeder freien Zugang zu Wissen hat. Doch das System ist fragil. Rechtsextreme haben die Offenheit Wikipedias genutzt, um Informationen und Diskurse zu manipulieren. Mutmaßlich schrieben sie mithilfe von Hunderten von Fake-Accounts Artikel zur deutschen Geschichte um, erfanden Fakten, relativierten den Holocaust. Ob die Täter wirklich gestoppt wurden, ist bis heute nicht klar. Der Podcast »Sockenpuppenzoo« nimmt ihre Spuren auf und fragt: Wer sind diese Menschen? Und können wir Wikipedia heute wirklich noch vertrauen?
Nominiert für den Prix Europa (Audio Investigation)
Irgendwo im beschaulichen Berlin-Kreuzberg will sich eine Einheit aus tapferen Recken nicht damit zufrieden geben, dass die deutsche Medienlandschaft vom links-grün-woken Zeitgeist komplett verschlungen wird. Als rechtspopulistische Meinungsfreiheits-Avengers zieht das Team von »Nius« durchs Netz, um mit Artikeln, Podcasts und Video-Formaten ihre ganz eigene Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei lassen sie sich nicht von nervigen Dingen wie moralischen Prinzipien oder journalistischer Sorgfalt beirren und geben Rechtsextremen bereitwillig eine Bühne.