Daniel Laufer

Wie die Deutsche Bank jahrelang an Jeffrey Epstein festhielt

Jeffrey Epstein wurde 2013 Kunde der Deutschen Bank, da war er bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Interne E-Mails aus den Akten des US-Justizministeriums zeigen: Die Bank kannte sein Geständnis, erfuhr später von den Aussagen Dutzender minderjähriger Mädchen und stufte ihn als »hohes Risiko« ein. Trotzdem hielt sie an ihm fest. Über mindestens 40 weitere Konten liefen Zahlungen für Epsteins Stiftung, sein Flugzeug und seine Ranch, auch an junge Frauen. Erst Ende 2018, nach neuen Medienberichten, beendete die Bank die Geschäftsbeziehung.

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Es war ein spätes Zeichen von Skrupeln: Jetzt müsse geprüft werden, »ob man sich noch dabei wohlfühlt, diese Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten« – so heißt es in einer internen E-Mail der Deutschen Bank vom Dezember 2018. Gemeint ist Jeffrey Epstein, ein Kunde, der zu diesem Zeitpunkt längst ein verurteilter Sexualstraftäter war und über dessen Konten mutmaßliche Opfer seines Missbrauchsrings bezahlt wurden.

Erst in den USA verurteilt, dann als Bankkunde akzeptiert

Seit das US-Justizministerium jüngst neue Unterlagen zum Fall Jeffrey Epstein veröffentlicht hat, ist auch die Deutsche Bank wieder stärker in die Kritik geraten. Die Unterlagen zeichnen das Bild eines Finanzgiganten, der Warnsignale kannte, relativierte und über Jahre hinnahm, ohne Konsequenzen zu ziehen.

Epstein-Files

Welche Spuren führen nach Deutschland?

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Epstein wurde im August 2013 – und damit nach seiner Verurteilung im Jahr 2008 und dem Absitzen einer 13-monatigen Haftstrafe – Kunde der Deutschen Bank. Fortan gab es zahlreiche Hinweise, dass Epstein Frauen missbraucht hatte. Doch bankintern hielten sie das Risiko dieser Geschäftsbeziehung lange für akzeptabel.

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    Ausgezeichnet mit dem True Story Award (Recherche), dem One World Media Award (News), dem National Headliner Award (3. Platz, Online Investigative Reporting) und dem AMEJA Award (Best Investigative Reporting), nominiert für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis (Magazin), auf der Shortlist der Amnesty Media Awards (Written Feature, Written Investigation)

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