Daniel Laufer

Joscha Bach: Wie ein deutscher Forscher mit Epsteins Hilfe Karriere machte

»Das ist Joscha Bach, mein Mann für künstliche Intelligenz«, schrieb Jeffrey Epstein 2014 an den früheren US-Finanzminister Larry Summers. Heute ist Bach einer der bekanntesten deutschen KI-Forscher, und das hat viel mit Epstein zu tun. Tausende E-Mails, Chatverläufe und Kontoauszüge aus den Epstein-Akten zeigen: Epstein vermittelte ihn ans MIT, finanzierte den Umzug seiner Familie nach Boston und überwies ihm von 2013 bis 2019 offenbar mehr als eine Million Dollar. Bach bat ihn immer wieder um Geld, der Kontakt reichte weit ins Private.

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Das Dinner sei toll gewesen, schreibt Ex-US-Finanzminister Larry Summers in einer E-Mail an Jeffrey Epstein, aber wer sei der kleine Mann gewesen, der in seiner Nähe gesessen habe? Epstein antwortet prompt. »Das ist Joscha Bach, mein Mann für künstliche Intelligenz, den ich aus Berlin mitgebracht habe.«

Der Austausch zwischen dem verurteilten Sexualstraftäter Epstein und dem Wirtschaftsexperten Summers fand im Jahr 2014 statt. Heute ist Epsteins »Mann für künstliche Intelligenz« einer der bekanntesten deutschen KI-Forscher. Joscha Bach, inzwischen geschäftsführender Direktor des von ihm gegründeten California Institute for Machine Consciousness in San Francisco, gibt lange Interviews; im vergangenen Jahr hielt er in Wien einen TED-Talk . All das hat erstaunlich viel mit Epstein zu tun.

Ein deutscher Forscher im Epstein-Zirkel

Einblick in die Recherche

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Tausende E-Mails, Chatverläufe und Kontoauszüge zeigen, dass Epstein den deutschen Wissenschaftler umfassend gefördert hat. Die Dokumente sind Bestandteil von Akten zum Fall Jeffrey Epstein und wurden am Freitag vom US-Justizministerium veröffentlicht. Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er sich schuldig bekannt hatte, unter anderem eine Minderjährige zur Prostitution angeworben zu haben. Über viele Jahre soll er unzählige Mädchen und Frauen missbraucht und für sexuelle Handlungen gegen Geld rekrutiert haben. 2019 wurde er erneut festgenommen und starb wenig später in einer Gefängniszelle.

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    Ausgezeichnet mit dem True Story Award (Recherche), dem One World Media Award (News), dem National Headliner Award (3. Platz, Online Investigative Reporting) und dem AMEJA Award (Best Investigative Reporting), nominiert für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis (Magazin), auf der Shortlist der Amnesty Media Awards (Written Feature, Written Investigation)

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