25. Februar 2026
DER STANDARD
mitAileen Bunte,Pia HecherundMichael Suntinger
Epstein investierte Millionen in von zwei Wienern gegründete Onlinebank N26
Epstein soll mithilfe von Risikokapitalfonds mehr als 2,5 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert haben. Die N26-Gründer sollen nichts von der Beteiligung gewusst haben.
Die E-Mail, die Jeffrey Epstein an einem Dienstagnachmittag im Februar 2019 verfasst, beginnt fordernd. »Andrew, ich warte noch auf die Jahresabschlusszahlen«, schreibt er rund fünf Monate vor seiner Festnahme wegen des Vorwurfs des Menschenhandels und der Zwangsprostitution Minderjähriger. Empfänger ist Andrew McCormack, Partner der von Peter Thiel mitgegründeten Investmentfirma Valar Ventures. Epstein hat in zwei Risikokapitalfonds von Valar investiert, nun blickt er mit Vorfreude auf die Rendite. »Ich sehe, dass sich N26 sehr gut entwickelt hat«, schrieb Epstein an McCormack.
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Von den insgesamt 40 Millionen Dollar, die Epstein in die Valar-Fonds investierte, sind mehr als 2,5 Millionen Dollar in die Finanzierung der deutschen Onlinebank N26 geflossen. Mithilfe vertraulicher Investorenunterlagen und E-Mails, die das US-Justizministerium Ende Jänner als Teil der Epstein-Files veröffentlicht hat, konnte DER STANDARD rekonstruieren, wo dieses Geld teilweise gelandet ist – und wer davon profitiert hat.
Start in Wien, Sitz in Berlin
Die beiden Österreicher Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf gründeten 2013 das Start-up N26; im vergangenen Jahr zogen sich die Wiener aus der Geschäftsführung zurück. Zu Epsteins Investitionen kam es in zwei früheren Finanzierungsrunden, während sich die Bank noch im Aufbau befand.
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21. Oktober 2026
DER SPIEGEL
Hacker haben sich Zugang zu elf Postfächern der AfD verschafft, darunter das von Alexander Gauland, und rund 300 Gigabyte Daten online gestellt: E-Mails aus mehr als 13 Jahren, dazu über 48.000 Dokumente – Vorstandsprotokolle, Strategiepapiere, Mitgliederlisten, Spendernamen. Es ist der umfangreichste Leak der Parteigeschichte. Schon jetzt zeigt sich, wie die Partei intern mit Neonazismus umgeht, und es lassen sich Geldflüsse und Spender nachvollziehen.
17. März 2026
DER SPIEGEL
ZDF frontal
DER STANDARD
ZDF Magazin Royale
Sie verschicken falsche Bombendrohungen an Schulen, Einkaufszentren und Bahnhöfe und haben damit in Deutschland und Österreich Hunderte Polizeieinsätze ausgelöst. Oft geben sie sich als Islamisten aus. Dahinter steckt eine Szene junger Männer, in deren Zentrum die Gruppe »NWO« steht. »Was Schulen angeht, habe ich schon al-Qaida und den IS überholt«, prahlt einer von ihnen in einem Voicechat. Einzelne Opfer terrorisiert die Szene über Jahre, etwa mit falschen Notrufen. An deren Adressen kommt sie offenbar auch, indem sie die Polizei austrickst.
11. Februar 2026
DER SPIEGEL
ZDF frontal
DER STANDARD
Jeffrey Epstein wurde 2013 Kunde der Deutschen Bank, da war er bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Interne E-Mails aus den Akten des US-Justizministeriums zeigen: Die Bank kannte sein Geständnis, erfuhr später von den Aussagen Dutzender minderjähriger Mädchen und stufte ihn als »hohes Risiko« ein. Trotzdem hielt sie an ihm fest. Über mindestens 40 weitere Konten liefen Zahlungen für Epsteins Stiftung, sein Flugzeug und seine Ranch, auch an junge Frauen. Erst Ende 2018, nach neuen Medienberichten, beendete die Bank die Geschäftsbeziehung.
4. Februar 2026
DER SPIEGEL
ZDF frontal
»Das ist Joscha Bach, mein Mann für künstliche Intelligenz«, schrieb Jeffrey Epstein 2014 an den früheren US-Finanzminister Larry Summers. Heute ist Bach einer der bekanntesten deutschen KI-Forscher, und das hat viel mit Epstein zu tun. Tausende E-Mails, Chatverläufe und Kontoauszüge aus den Epstein-Akten zeigen: Epstein vermittelte ihn ans MIT, finanzierte den Umzug seiner Familie nach Boston und überwies ihm von 2013 bis 2019 offenbar mehr als eine Million Dollar. Bach bat ihn immer wieder um Geld, der Kontakt reichte weit ins Private.
10. September 2025
DER SPIEGEL
ZDF frontal
The Guardian
ARIJ
De Tijd
Zwei Scharfschützen der israelischen Armee sollen Kriegsverbrechen in Gaza begangen haben. Im November 2023 erschossen sie offenbar mehrere unbewaffnete Männer einer Familie, darunter einen 19-Jährigen, der den Leichnam seines Bruders bergen wollte. Videoaufnahmen belasten sie. Einer von ihnen ist ein junger Mann aus Bayern.
Ausgezeichnet mit dem True Story Award (Recherche), dem One World Media Award (News), dem National Headliner Award (3. Platz, Online Investigative Reporting) und dem AMEJA Award (Best Investigative Reporting), nominiert für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis (Magazin), auf der Shortlist der Amnesty Media Awards (Written Feature, Written Investigation)
13. März 2025
DER STANDARD
Der aus Österreich stammende Martin Held gibt sich als Westler, der in Russland eine neue Heimat gefunden hat, und hilft dem russischen Propaganda-Apparat in der EU. Recherchen zeigen, dass sein Unternehmen vom russischen Staatsfernsehen bezahlt wurde. Und an seiner Erzählung stimmt etwas nicht: Seine Familie hat sich erst vor Kurzem ein Haus in Niederösterreich gekauft.
16. Januar 2025
SWR Kultur
TRZ Media
Wikipedia ist die vielleicht wichtigste Webseite unserer Demokratie. Eine Internet-Utopie, wo jede und jeder freien Zugang zu Wissen hat. Doch das System ist fragil. Rechtsextreme haben die Offenheit Wikipedias genutzt, um Informationen und Diskurse zu manipulieren. Mutmaßlich schrieben sie mithilfe von Hunderten von Fake-Accounts Artikel zur deutschen Geschichte um, erfanden Fakten, relativierten den Holocaust. Ob die Täter wirklich gestoppt wurden, ist bis heute nicht klar. Der Podcast »Sockenpuppenzoo« nimmt ihre Spuren auf und fragt: Wer sind diese Menschen? Und können wir Wikipedia heute wirklich noch vertrauen?
Nominiert für den Prix Europa (Audio Investigation)
6. Dezember 2024
ZDF Magazin Royale
Irgendwo im beschaulichen Berlin-Kreuzberg will sich eine Einheit aus tapferen Recken nicht damit zufriedengeben, dass die deutsche Medienlandschaft vom links-grün-woken Zeitgeist komplett verschlungen wird. Als rechtspopulistische Meinungsfreiheits-Avengers zieht das Team von »Nius« durchs Netz, um mit Artikeln, Podcasts und Video-Formaten ihre ganz eigene Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei lassen sie sich nicht von nervigen Dingen wie moralischen Prinzipien oder journalistischer Sorgfalt beirren und geben Rechtsextremen bereitwillig eine Bühne.