Daniel Laufer

Partei-Leak: 421.326 E-Mails und die Geheimnisse der AfD

Hacker haben sich Zugang zu elf Postfächern der AfD verschafft, darunter das von Alexander Gauland. Es ist der umfangreichste Leak der Parteigeschichte. Der SPIEGEL wertet die Daten aus. Was wir bisher darüber sagen können.

421.326 Mails, die erste vom 25. März 2013, die letzte vom 14. September 2026. Zusätzlich dazu über 48.000 Dokumente, die genaue Herkunft oftmals nicht ersichtlich, darunter Vorstandsprotokolle, Lohnabrechnungen, Lieferscheine zu Bestellungen im Fanshop der AfD mitsamt Privatadressen der Bestellenden. Strategiepapiere, Mitgliederlisten, Spendernamen. Es ist der umfangreichste Datenleak in der Geschichte der AfD.

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Hacker verschafften sich Zugang zu elf Mailpostfächern der Partei, unter anderem dem von Alexander Gauland. Sie erbeuteten einen riesigen Datensatz, 284 Gigabyte groß. Das Material stellten sie online zur Verfügung. Als Archiv für »Journalismus, Forschung und öffentliche Rechenschaft«, wie die Hacker schreiben. Jeder kann darauf zugreifen, auch wenn das technisch anspruchsvoll ist.

Datenleck

Hunderttausende AfD-Mails geleakt: Brisante Einblicke in die Partei

Der schöne Morgen

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Der SPIEGEL wertet das Material mit technischer Unterstützung des Recherchenetzwerks OCCRP aus. Das Material ist umfangreich, die Analyse dauert an, aber schon jetzt lässt sich sagen: Die Daten eröffnen einen tiefen Blick in die Parteigeschichte. Sie zeigen, wie intern mit Neonazismus umgegangen wird. Und mit ihnen lassen sich Geldflüsse und Parteispender nachvollziehen.

Für die AfD ist das ein schwerer digitaler Unfall. Die Partei bestätigte den Angriff. Die Bundespartei erklärte, es seien große Datenmengen abgeflossen. Hier einige wichtige Antworten zu dem Fall im Überblick.

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    Ausgezeichnet mit dem True Story Award (Recherche), dem One World Media Award (News), dem National Headliner Award (3. Platz, Online Investigative Reporting) und dem AMEJA Award (Best Investigative Reporting), nominiert für den Deutschen Menschenrechts-Filmpreis (Magazin), auf der Shortlist der Amnesty Media Awards (Written Feature, Written Investigation)

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